Cohen und ich.

Cohen war für mich einer der wenigen Helden, die ich hatte. Er war für mich ein Dylan für Kerle, die die Frauen lieben. Zumindest zeitweise. Ein kanadischer Jude aus dem Rabbinerhochadel. Ein gebrochener Held. Gespalten. Das macht ihn ganz sicher kein bisschen schlechter. Zenbuddhist, Heldenreise und so.

Ich kann mich an seine ersten Songs erinnern, da war ich 4 oder 5 Jahre alt. Vinyl auf unserem Schneewittchensarg. Dieter Rams. Die leise Ordnung der Dinge. Das ging gut zusammen.

Meine Mutter mochte ihn sehr. Und das mochte ich. Mit Cohen entdeckte ich einige Jahre später die Wirkung von Song und Text auf die Frauen. Nicht deren Mütter.

„Suzanne takes you down to her place near the river
You can hear the boats go by
And you can spend the night beside her
And you know, that she's half crazy

But that's why you want to be there
And she feeds you tea and oranges
That come all the way from China

And just when you mean to tell her
That you have no love to give her
Then she gets you on her wavelength
And she lets the river answer
That you've always been her lover“

Damit begann meine Suche. Scheinbar endlos. Auf langen Schleifen hat mich Cohen begleitet. Jahrzehnte. Mit „You want it darker“ ging es auf die Zielgerade. Nun ist er gegangen. Das ist traurig. Aber auch tröstlich. Denn es wurde ein Kreis.

RIP.

„Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst.
Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz.
Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg hinab.“
// Buddha

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