20. Oktober 2014 ... "Vona" ist hoffen auf Isländisch 19

Lieber Bruno,

wie soll man seine Grenzen finden, wenn man sie nicht wirklich sucht?

Erst liebe dich selbst, hast Du geschrieben. Und akzeptiere wer und was du bist. Mit allen Fehlern. Erst dann wirst du wissen was Liebe ist und andere lieben können wie sie sind. Hier bin ich. Zurück an meinen Wurzeln. An der Quelle. Auf der Insel.  Hier hat es angefangen. Auf Heimaey.

Hierher, zurück auf meine Insel ging es ganz schnell. Aber zu mir selbst, das hat gedauert. Es war, als wäre ich mit einem Raumschiff auf Island gelandet. Science Fiction. Nur ich selbst, ich schien gar nicht mitgereist zu sein. Und auch nicht wirklich gelandet. Island - Entschleunigung radikal. Rosskur. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. Ich werde langsamer. Immer noch. Wer geht, sieht mehr, nimmt in sich auf. Nimmt sich an, kann auch mal stehenbleiben. Darf das. Immerwieder. In Ruhe. Die Augen schließen und einatmen. Ganz tief. Fühlen. Spüren. Die Seele nachkommen lassen, zusammenführen. Ankommen. Warten können, dürfen und nicht erwarten müssen. Lassen und loslassen. Frei werden und frei sein. Frei sein wollen. Meine Meditation. Mich zu konzentrieren, meine Herausforderungen zu fokussieren. In allen Perspektiven abzuschreiten. Soviele man eben benötigt, um die eigenen Herausforderung in allen Blickwinkeln wahrnehmen zu können. Verstehen zu können. Einzusehen. Im allerbesten Sinne.

Mich wieder öffnen. Ohne die Bilder im Kopf. Mit frischer Neugier. Interesse. Lust am Austausch. Und vielen Fragen. Das ist hier. Wenn Du magst. Wo stehst Du? Kannst Du das sagen? Ich freue mich. Auf Dich, ganz sicher über Dich, vielleicht mit Dir. Wir werden sehen.

Vona

PS: ich höre ein Lied und denke an Dich. Für mich ist es Dein Lied. Jetzt gerade. Vielleicht magst Du es …

https://www.youtube.com/watch?v=ok1Dt7Rx8gY

„Vona“ ist hoffen auf Isländisch …