19. September 2014 ... "Vona" ist hoffen auf Isländisch 12

„Lieber Bruno,

Ich möchte Dich gerne etwas fragen. Reine Hypothese. Und vielleicht doch ein bisschen mehr. Entscheide einfach selbst. Du hast in den letzten Wochen eine Menge über Island gelesen und vielleicht auch gelernt. Und Du weißt ein bisschen über meine Heimat, die Vestmannaeyjar. Heimaey. Dort leben immer weniger Menschen. Ich kann das verstehen und schade ist es doch. Unsere Regierung beginnt damit, die Dinge anzufassen. Man hat die Position eines Inselkünstlers geschaffen. Man muss sich entscheiden. Ein Jahr, zwölf Monate, dreihundertfünfundsechzig Tage. Und das Angebot gilt nur für Paare. Ich weiss nicht, ob ich das aushalte. Und alleine sowieso nicht. Ich habe einen Wettbewerbsvorteil. Heimaey steht in meinem Pass. Als Geburtsort. Am 22. Januar 1973. Du erinnerst Dich. Vielleicht möchte ich. Ich weiß nicht ob ich das kann. Kannst Du?

Machst Du mir eine Liste? 10 Dinge, die Du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest? Für 1 Jahr? Außer Kleidung, Schuhe und diesen Dingen. Ich bin so gespannt. Schreibst Du sie auf für mich?

Auf bald. Sehr bald. Vona.

„Vona“ ist hoffen auf Isländisch …“