15. Februar 2015

die Heimreise.

Erschöpft.
Und so müde.
Unendlich. Endlich
… fallen lassen;
alles an mir, um mich, in mir und mich.

Wärme suchen.
Ein freundliches Willkommen.
Angenommen, aufgenommen. angekommen.
Ein Seufzer.

Wundervoll schläfrige Nacktheit.
Und mehr als die Ahnung von Nähe,
Vertrauen spüren,
Liebe atmen.
In einem Rhythmus.
Zugleich.
Glück spüren.
Mit allen Sinnen.
In tiefer Stille.

Fassen und kaum fassen können.
Dieser Duft. Jetzt Luft holen. Tief.
Anhalten. Auch die Zeit.
Und den Zauber des Augenblicks.
Behalten für immer.

Deine sanften, geschwungenen Linien.
… entlangreisen, entlangträumen:
in Zeitlupe. Langsam und langsamer. Und langsamer.

Meine Hand auf Deinem warmen, weichen, runden Hintern.
Festmachen. Ankern. Ein sicherer Hafen. Ein zuhause.
Ruhe finden. Im Hier, in Dir, in allem und in mir.
In einem fremden Herzen. Das ist Liebe.
Nicht mehr. Aber gewiß auch nicht weniger.
Jetzt. 

Lovis Corinth, 1899

Lovis Corinth, 1899