17. Dezember 2014

"Um einen Liebesbrief zu schreiben musst du anfangen, ohne zu wissen, was du sagen willst, und endigen, ohne zu wissen, was du gesagt hast." // Jean-Jaques Rousseau

Ich mag Liebesbriefe. Sehr sogar. Am liebsten handgeschrieben. Von mir oder an mich. Oder auch von anderen an andere. Mit Illustration? Muss nicht. Ganz egal. Ich brauche keine Reime. Lieber nicht. Die geraten oft zu ungelenk. Der Wortschatz reicht nicht immer und das Versmaß. Aber wer will Liebe auch in Regeln pressen. Zumindest die niedergeschriebene? Also lieber frei. Raus damit. Keine Angst vor Grammatik und Orthografie. Her mit den ehrlichen Gefühlen!

Das tolle an Liebesbriefen ist das entstehen, das wachsen lassen, sich entwickeln, das modellieren, formen. Nach einem Bild im eigenen Kopf und im Herzen. Die Verbindung. Das hin und her. Und die Entscheidung, ihn abzuschließen, auch abzuschicken. Im richtigen Moment und an den richtigen Menschen. Sicher?

Was man braucht, ist ein wenig Übung. Nicht Routine. Übung. Ein Blatt Papier, einen Stift und Leidenschaft. Liebe. Und eine Adresse. Ist es so wichtig, dass der Brief ankommt? Wirklich ankommt? Nicht unbedingt. Schon das Liebesbriefeschreiben selbst kann wunderbar sein. Ein Genuß, oder ein solcher werden. Aber manchmal wärs schon schön ...