31. Oktober 2014

Glück & Zufriedenheit / Urlaubsnotiz

Genau in diesem Moment sitze ich unter einer majestätischen Palme. Der Himmel ist strahlendblau, das traumhafte Wetter ist zum heldenzeugen. Ein paar zuckerwattrige Wolken fliegen vorbei in stetiger Morphose und man braucht nicht viel Phantasie für viele schöne Assoziationen. Hat fast was von Rorschach mit weisser Zaubertinte auf blauem Bütten. Direkt vor mir liegt ein spiegelglatter Atlantik. Und in ein paarhundert Metern Entfernung schmiegt sich ein weisses Dorf malerisch an den kargen, vulkanischen Hügel, der schroff zum Meer hin wegbricht. Postkarte. Ich erlebe ein paar glückliche und entspannte Tage außerhalb meines Alltags, meiner Zwänge, Verbindlichkeiten, Pflichten, Sorgen und Nöte. Ich lese. An einem jüdischen Sprichwort bleibe ich hängen: "... während wir dem Glück hinterherlaufen, verlieren wir unsere Zufriedenheit."

Geht es da wirklich um Glück? Oder um zu groß gesteckte Ziele? Einen verlorenen Maßstab? Die Gefahr, die kleinen, schönen, realen Details des Lebens für schöngeträumte Fiktionen ab- oder gar auszublenden? Sie zu verlieren? Ich nehme das Zitat jedenfalls jetzt und sofort zum Anlass, besser zu beobachten, mich in Gelassenheit zu üben, intensiver zu genießen und bei den wirklich wichtigen Dingen in meinem Leben genauer hinzuschauen …

In mein Zukunftstagebuch notiere ich die Punkte: Liebe, Wertschätzung, Achtsamkeit, Gelassenheit, Nähe, Neugier, Genuß ... was immer vervollständigt werden kann, soll und darf. Es geht ja um Zukunft. Meine.

"... das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt ..." // Buddha