16.Dezember 2014

Illusionen & Wahrheiten.

"Das Vergnügen kann sich auf Illusionen stützen, aber das Glück beruht auf der Wahrheit." // Nicolas Sébastien Roch Chamfort

Mich beschäftigen meine Illusionen, meine Wahrheiten, der Verlust von Träumen und die Konfrontation mit etwas, bei dem ich mir nicht sicher bin, es als Realität akzeptieren zu wollen oder darüber hinwegzugehen, um die eigenen Ideale zu schonen. Meinem Optimismus wieder etwas treuer zu werden. Im Stich gelassen hat der mich nie, auch wenn er deutlich leiser geworden ist.

Wahrheit ist ein großes Wort. Hat was von Unendlichkeit. Das Glück inhaltlich daran zu koppeln, klingt logisch und sinnvoll. Sehr pragmatisch wirkt das nicht. Wie kann ich meine Wünsche, Hoffnungen und Träume an etwas binden wollen, das vielleicht für immer unerreichbar bleiben muss? Zumindest wenn es etwas mehr sein darf, als nur eine kleine, schlichte, hausgemachte Wahrheit? Eine private Illusion davon?

Also doch lieber wieder in kleinen Schritten mit den Vergnügen und den Illusionen? Man muss nur fest genug daran glauben wollen? Vielleicht. Lieber nicht! Zuviel klebrige Zuckerwatte im Kopf. Süß für den Moment aber traurig schal im Nachgang. Ein ganzheitlicher Großkater. Ich weiß, wovon ich rede.

Kürzlichst hatte ich eine Diskussion mit einer sehr nahen Freundin über ehrliche, über die wahre, große Liebe. Sie sagte, ich sei ein Träumer, das sei alles Illusion. Nun, wenn ich Chamfort folge, basiert die wahre Liebe auf Glück durch Wahrheit. Nicht auf Illusion. Durchaus vorstellbar, wenn auch verdammt weit weg. Am besten mache ich mich sofort auf den Weg. Besser ankommen, bevor es dunkel wird. Mein Optimismus läuft ja mit. Zum Glück.

PS: auf Nicolas Sébastien Roch Chamfort komme ich noch zurück. Ein sehr großer Geist, den ich kein bißchen auf der Liste hatte. Bis heute.