20. Februar 2015

Phantomschmerz.

… Schmerzen. Empfindungen. In dem, was nicht mehr da ist. Da sein soll. Sollte. Eigentlich. Physisch. Weil amputiert. Weil abgeschnitten, gezogen, entfernt, abgerissen: Glieder, Zähne, ein Auge, ein Blinddarm, ein Mensch.

An Herz und Seele - da auch? „Aber ja“, finde ich. „Zählt nicht“, rufen die Medizinwissenschaften. Zählt nicht? Aber natürlich zählt das. Für mich schon. Und nur das zählt überhaupt. In mir. Viel zu echt. Sie sind doch da. Die Schmerzen. Die Lücke. Das Loch. Das brennt. So sehr.

Die Liebe. Ist fiktiv? Aber ganz und gar nicht! Natürlich konnte ich sie spüren. Spüre sie noch. Spüre sie immer. Die Liebe. Und anfassen konnte ich sie auch. Nun ist sie weg. Und sie ist immer noch da. Nur anfassen kann ich sie nicht mehr. Aber spüren, fühlen und vermissen.

Phantomsehnsucht? Phantomliebe? Das Reissen ist so verdammt echt. Die Trauer. Es tut weh. Es schmerzt. So gegenständlich. Die Zeit hilft, sagen die Wissenschaften. Und ich weiß nicht, ob ich das überhaupt will … auch das noch zu verlieren.