11. Februar 2015

TRAVELLING WITHOUT MOVING …

„Travelling without moving“. Das ist ein großartiges Album vom Ausnahmemusiker Jamiroquai. Ja, das ist das mit „Virtual Insanity“, dem virtuellen Wahnsinn. Wie treffend. Soeben mal wieder gehört. Ein Zufallstreffer? Gibt es das? Vielleicht. Der Titel des Albums ist mehr. Viel mehr: ein Zustand, mehr Befinden als Befindlichkeit, mehr schweres Gemüt als gemütlich.

Reisen ohne sich zu bewegen? Hochbewegte Verhaltensstarre ohne Richtung, ohne Horizont, ohne Perspektive, ohne Hoffnung. Wer sich nicht bewegt, kann auch nicht ankommen. Nicht wirklich. Stillstehend zu rennen, zu rasen, immer schneller, erschöpft, atemlos, die Halsschlagader pulst, das Herz wummert, stolpert, flimmert. Angebunden ohne Seil.

Gibt es eine Phantombewegung, so wie es Phantomschmerzen gibt?  Und gibt es dazu einen Kater? Nicht in den Muskeln, aber vielleicht auf der Seele?

der Schriftsteller Martin Gerhard Reisenberg hat einmal notiert:
„Steine weichen nicht von, sie weichen auf der Stelle.“

Treffend traurig. Also besser lauf los …