1. Februar 2015

Was ist Scheinverliebtheit? EIn Brief an Till Raether ...

"Liebeskummer ist das banalste von der Welt. Außer es ist der eigene." // Erhard Blanck

Lieber Till Raether,

ich bin Dein treuer Leser und mag Deinen unprätentiösen Stil sehr. Ich gehe diesmal inhaltlich aber nur einen Teil der Strecke mit. Denn das wie immer wunderbar zeit- und trendgerecht auf- und mitgenommene, eigentliche Sujet, findet leider nur einen ungewohnt eitlen Seitenblick. Durch die Zeilen blitzt Überheblichkeit. Und interessanterweise nicht einmal Deine eigene, sondern die der Stromlinienförmigen, an deren Profilen Du Deinen Beitrag konturiert und Deine Thesen zur Aufbereitung gescannt hast. Die belächelte, "frühe Scheinverliebtheit" der durch die Manege geführten ist alles andere als ein (be-) handlungsbedürftiges Symptom. Jedenfalls nicht bei den "Scheinverliebten". Es ist ein eindeutiges Signal in der zwischenmenschlichen Entwicklung unserer Gesellschaft und ganz sicher ein Plädoyer für mehr Gefühle im Alltag. Auswüchse? Vielleicht. Aber wo Rauch ist, da ist auch Feuer.

Ich nehme Deinen Text dankbar als Impuls auf, meine eigene Gedanken zum Verlieben aufzuschreiben.

#mehrzeitfürglück

Artikel:
http://www.brigitte.de/liebe/singles/zu-frueh-verliebt-1196483/