vom Innehalten

Innehalten bedeutet für mich nicht, stehen zu bleiben.
Es steht für Bewusstwerdung. Für den Moment der Stille in mir selbst. Ich erkenne darin eines der allerkostbarsten Geschenke, das ich mir machen kann.

Der schweizer Aphoristiker Kurt Haberstich meinte dazu ganz passend: „wir können die Zeit nicht anhalten, aber innehalten können wir zu jeder Zeit“. Und das sollten wir immer mal wieder tun. Am besten einfach so und immer öfter. Ich knüpfe daran ein Bonmot Gustave Flauberts: „… immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks“.

Darin steckt sehr viel Wahrheit: kurz mal den Gang rausnehmen, an die Liebste denken oder den Liebsten. Und an all die wunderbaren Dinge, die einem widerfahren. Jeden Tag. Atmen. Der Seele Luft geben. So meistert man die nächste Schwelle. Die ist nämlich kein Hindernis, sondern vielmehr Signal zur Besinnung. Zur Bewusstwerdung. Zum Innehalten eben. Und los.

Denn dann geht es weiter. Leichter in mir. Gerade jetzt und in dieser Zeit.