von der Ruhe

von der Ruhe.
(Januar 2015)  

Vorhin. Ich habe die Ruhe geahnt. Im Vorbeigehen. Zufällig.  
Bei offener Tür und leisem Licht. Sie schwebte lautlos.  
Sie schwebte unsichtbar über meinem Lotterbett in warmem Raum.

In Moll. Wolkenweich rekelte sie sich behaglich.  
Die Ruhe. Friedlich, verheissungsvoll, magisch, magnetisch.  
Einladend. Hat sie da eben tatsächlich geseufzt?  
So harmonisch, dass ich sie nicht stören mochte.

Nicht gleich. Aber jetzt. Wir finden uns.  
Sie ist so statisch, fast stoisch. Marmeladig.  
Süße Ruhe. Ich passe mich gerne an. Finde mich in ihr.  
Gleite hinein in eine sanfte Reise durch die Nacht.