von Verlust

Ein Freund ist gegangen. Eine Woche bevor ich gerade eben erst meinen Fünfzigsten habe feiern dürfen. Und nur ein paar Monate nach dem Seinen. Wir haben uns leider nur sehr unregelmäßig gesehen. Arbeit, Alltag, Bequemlichkeiten. Ich bedauere das heute. Jetzt und zutiefst. 

„Laufe nicht der Vergangenheit nach. Verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben, wie es hier und jetzt ist, eingehend betrachtend weilt der Übende in Festigkeit und Freiheit. Es gilt, uns heute zu bemühen. Morgen ist es schon zu spät. Der Tod kommt unerwartet. Wie können wir mit ihm handeln?“

Erkenntnis im Augenblick. Ich lerne. Ich atme. Ich bin traurig.

„Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst.
Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz.
Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg hinab.“

Beide Aphorismen sind von Buddha. Weit über zweitausend Jahre alt. Und beide begleiten mich seit vielen Jahren. Habe ich etwas daraus gelernt? Dass das Lernen nicht aufhört. Und das Wahrnehmen. Und die Wertschätzung. RIP.