von Zeichen.

Zeichen setzen. Strukturen sichtbar machen. Syntaktische in Wortströmen und Morphologische in den Worten selbst. In allen Sprachen folgt die Interpunktion ihren ganz eigenen Regeln. Folgen wir unseren.

Dem Strichpunkt oder Semikolon. Eine Orientierungshilfe mit klassischen Wurzeln: das „halbe Kolon“. Im Griechischen ein Fragezeichen, bei uns ein Mittel zum Gefüge von Gleichrangigem in einem Volumen. Verzögernd. Nicht Fisch und nicht Fleisch. Nur eine kurze Rast auf dem Weg der Zeichen. Mehr als das Rucken der Kommata, aber auch so viel weniger als ein Punkt zwischen zwei Sätzen. Denn der ist Brückenpfeiler im Fluss der Wörter. Brückenschlag in Sinnzusammengehörigem.

Als Auslassungspunkte stehen drei in einer Reihe. Für Pause oder Unterbrechung. Als sanfter Einstieg oder sanfter Ausstieg. Und für das Unausgesprochene wie das Unaussprechliche.

Aussprechliches gibt es nach zwei Punkten. Übereinander: dem Doppelpunkt. Ein klares Signal. Hier werden Positionen vertreten! Gezeigt, geredet und verkündet. Direkt. Allein oder miteinander. Erklärt, sinniert, vielleicht gestritten und manchmal auch wieder vertragen.

Die Punkte sind nur vermeintlich unscheinbar. Aber sicher kein Zufall. Ohne sie ist alles nichts. Unbedingt im Punkt zum Ende. Abschließend. Und zugleich Chance für den Neuanfang.  
  
In allem.