"Loslassen"

“Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher.
Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher.
Wenn du ganz loslässt, bist du frei.”

Das hat Ajahn Chah gesagt. Ein theravadabuddhistischer Mönch in der Kammatthana-Waldmönchstradition, der sein Leben zunächst meditierend in absoluter Bescheidenheit verbracht hat. In den siebziger Jahren erarbeitete er sich einen internationalen Ruf als ausgezeichneter Lehrer im Theravada. Theravada ist Pali und bedeutet „Schule der Ältesten“. Der Theravada ist die älteste, noch existierende Schultradition des Buddhismus.

Dieser Hintergrund gibt dem Zitat ein stark spirituelles Fundament. Man muss sich allerdings kaum dem Buddhismus verbunden fühlen, um die Gültigkeit der Formel zu erspüren und zu verstehen. Denn die trägt ihre Wahrheit unabhängig von jeder Konfession.

Ich mag den Worten von Ajahn Chah ein zweites Bonmot zur Seite geben, das ich bei dem renommierten Psychologen Jack Kornfield gelesen habe in seinem „Offen wie der Himmel, weit wie das Meer. Worte der Weisheit für Vergebung und Frieden“ (erschienen bei Kösel).

„Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden.

Sie loslassen bedeutet, dass man sie sein lässt.“

Für mich trifft es das genau.

© 2015
© Motiv: „loslassen - letting go“ • theflowmarket.com

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