"von Berauschtheit"

Kefi.
κέφι [ˈkjefi]

„… wenn Körper und Seele so sehr überwältigt sind von dieser hohen Ausgelassenheit, die genau jetzt ihren Ausdruck finden muss …“

„Kefi“ ist ein griechisches Wort und beinahe unmöglich zu übersetzen. Es beschreibt einen hochemotionalen Bewußtseinsmix aus Freude, Leidenschaft, Glück und Spiritualität. Aus bester Laune, Aufregung und der großen Freude, dieses wundervolle Leben zu lieben.

Das hat mich angefixt und so habe ich zu diesem spannenden Thema vor einiger Zeit das eine oder andere gelesen. In meiner Neugier stieß ich dank ordentlicher Quellenangaben irgendwann auch auf eine ungewöhnliche Dissertation, einen Exoten abseits des geisteswissenschaftlichen Mainstreams: „Coming into Being - metaphors of „self“ and „becoming“ in the carnival on the aegean island of Skyros“ von Agapi Amanatidis, der damit im Jahr 2005 in Philosophie promoviert hat an der anthropologischen Fakultät der Universität zu Adelaide. Klingt schräg. Ist klasse.

Da geht es unter anderem um die Stärkung der Gesamtheit einer Gemeinschaft durch eine besondere Form des Selbstausdruck an den Schnittstellen der Bewußtseinszustände von „Methi“ und „Kefi“, von trunkener Berauschtheit und glückhafter Extase.

Es lohnt sich ganz unbedingt, häufiger daran zu denken. Überhaupt sollten wir alle viel häufiger an der Schwelle von Rausch und Extase tanzen. Und am Glück …

Motiv: Anthony Quinn in „Alexis Sorbas“ … denn damit wurde „Kefi“ international.

© 2015

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